Lage & Beschreibung

Die Gemeinde Obernheim liegt auf dem "Heuberg", dem südwestlichsten Teil der "Schwäbischen Alb".
Die Markungsfläche von 1501 Hektar erstreckt sich überwiegend auf einer kuppenartigen Hochfläche zwischen dem oberen und unteren Bäratal sowie dem Schlichemtal in einer Höhenlage von 777 bis 988 m ü. NN. Die bebaute Ortslage selbst, einst am Ausläufer eines Trockentales angelegt, hat sich über den Talrand hinaus in einer Höhe von knapp unter 900 m bis über 960 m ausgeweitet.

Geologisch befinden wir uns auf einer Weißjuraschicht, einem bis zu 80 m starken Kalkgebilde, in den Mulden überdeckt mit Hangschutt. Auf den "Bühlen" (= Erhebungen) ragt der teils brüchige und teils feste Kalk heraus.
Einige dieser Erhebungen, wie der "Scheibenbühl" (beim Ort mit Kapelle), das "Staufenbergle" und der mächtige "Rossberg" verleihen der Landschaft ihren besonderen Reiz. Zwischen diesen Kuppen liegen eingebettet Wannen und zahlreiche Trockentäler. Natürliche Wasservorkommen sind gering und teilweise nur in Regenperioden festzustellen. Sie beginnen erst einiges unterhalb der Hangkanten bzw. in Tallagen.

Obernheim zählt mit seinen knapp 1500 Einwohnern zu den kleineren Gemeinden des Zollernalbkreises. In die umliegenden Städte Albstadt, Balingen und Rottweil sind es jeweils rd. 20 Straßenkilometer. Neben dem Hauptort mit Marktrecht seit 1873 besteht 3 km nordwestlich gelegen, der idyllische Weiler Tanneck mit rd. 30 Gebäuden.

Obernheim, einst eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde mit dem örtlichen Handwerk, einer ganzen Anzahl von Handwerkern in der Ferne und schon früh mit Leinenwebern und später reichlich mit Textilverarbeitungsbetrieben ausgestattet, ist heute eine reine Arbeitergemeinde. Die Landwirtschaft wird untergeordnet fast nur noch im Nebenerwerb betrieben. Die Rezession in der Textilbranche, bis vor wenigen Jahren ein dominanter Geschäftszweig auf der gesamten Schwäbischen Alb, hat auch hier am Ort viele Arbeitsplätze gekostet.

Einige Holz und Metall verarbeitenden Betriebe sowie das örtliche Bauhandwerk bilden den Großteil der verbliebenen Arbeitsplätze. Ihren Broterwerb findet die Arbeitnehmerschaft größtenteils in den umliegenden Städten und Gemeinden.

Infrastrukturell ist die Gemeinde gut ausgestattet und hat zu seiner Größe ein nahezu vollzähliges Dienstleistungsangebot.
Die Schule ist noch am Ort und zusammen mit der Turnhalle und dem Lehrschwimmbecken belebter Mittelpunkt im Ortskern.

Obernheim bietet sich mit einem hohen Wohn- und Freizeitwert an. Die Gemeindeverwaltung hat sich in den vergangenen Jahren stets engagiert, ausreichend Bauflächen zur Wohnbebauung und Gewerbeansiedlung bereitzustellen.